„Craftbrauer seit 1878“ – die Privatbrauerei Ayinger

Am 2. Februar 1878 schenkte Johann Liebhard die erste Halbe Bier der Brauerei Aying aus. Mittlerweile braut man im Jahr 90 000 Hektoliter. Die von Franz Inselkammer junior geführte Privatbrauerei arbeitet nach dem Credo: aus der Region, für die Region, in der Region. Das Brauwasser, der Hopfen, die Gerste, das Malz und die Hefe kommen aus dem Landkreis. Aus 180 Metern Tiefe wird das 13 000 Jahre alte Brauwasser gewonnen. Es hat Mineralwasserqualität und ist ein Relikt aus der Eiszeit. Brauereidirektor Helmut Erdmann spricht mit uns kurz vor der Braukunst Live.

Herr Erdmann, die Privatbrauerei Ayinger ist seit der Geburtsstunde 2012 bei der Braukunst live dabei, verweigert sich allerdings dem Craft-Beer-Trend. Was ist der Grund?

Wir sind Craftbrauer seit 1878, unsere Biere werden handwerklich gebraut nach alten, traditionellen Rezepturen und ausschließlich mit erlesenen Rohstoffen aus der unmittelbaren Region. Darüberhinaus bieten wir mit unseren 14 Biersorten eine außergewöhnliche Biervielfalt. Obergärige Weißbiere mit ausgeprägten Fruchtaromen genauso wie ein Dunkler Doppelbock mit leichten Kaffee- und Schokoladennoten.

Hat es für die Brauerei einen messbaren Nutzen, sich auf der Braukunst zu präsentieren?

Für und als Münchner Brauerei ist es selbstverständlich an einer in München stattfindenden Biermesse teilzunehmen. Es wäre wünschenswert, wenn zusätzlich mehr Wiederverkäufer (Gastronomen, Fachhändler) anwesend wären, dann wäre auch der Erfolg messbarer.

Wenn schon kein Craft Beer, gibt es dann andere Neuigkeiten aus den Ayinger Sudkesseln?

(lacht) Neuheiten …

Legendär war ja letztes Jahr Euer Herrgottswinkel, der sehr zum Verkosten von Ayinger Brauspezialitäten einlädt. Wo seid Ihr heuer auf der Messe zu finden?

Standnummer 13

Darauf ein frisches Ayinger Hell vom Fass. Prost und vielen Dank, Herr Erdmann!

Paulaner Bräuhaus – eine Liebeserklärung an München

Wer das Paulaner Bräuhaus und seine Biere kennenlernen möchte, der muss vor allem eines: nicht an die Paulaner Brauerei München denken. Das Bräuhaus ist ein Franchise-Unternehmen. Gebraut wird von Braumeister Otto Schneider nicht in der großen Brauerei sondern direkt hier im Bräuhaus vor Ort. Das schmeckt man.

Das Paulaner Bräuhaus befindet sich am Kapuzinerplatz im Herzen von München. An Brautagen riecht man es in allen Räumen – hier wird tatsächlich in der eigenen Hausbrauerei Bier gebraut. Als Gast ist man quasi mittendrin. Von den großen Münchner Bierhallen ist man im Sudhaus des Paulaner Bräuhaus weit entfernt. Am Kapuzinerplatz wird Gemütlichkeit großgeschrieben. Bei ausgezeichnetem Essen, aber vor allem bei bestem Münchner Bier.

Zwickl – die Liebeserklärung an München

Unser Journalist Uli Kellner schwärmt vor allem vom Zwickl. Eine Liebeserklärung an München – steht zumindest auf dem Poster. Das ist jedoch nicht nur das Zwickl sondern das gesamte Bräuhaus.

Hoher Wohlfühlfaktor mitten in der Stadt

Man fühlt sich wohl. Im gemütlichen Sudhaus genauso wie im kleinen Biergarten, wenn Sommer ist. Zu empfehlen ist ein Besuch auch zum Mittagessen. Von 11:00 bis 15:00 gibt es die Tagesgerichte oder vegetarische Alternativen für 6,70 Euro.

Auf der Braukunst Live solltet ihr in jedem Fall bei der urigen Hütte des Paulaner Bräuhaus vorbeischauen.

Einen ausführlichen Bericht über das Bräuhaus bringen wir nach der Braukunst Live. Denn uns Münchnern läuft die Brauerei ja nicht weg.

Braumeister David Hertl – kreativer Kopf mit ansteckender Bierlust

David Hertl meint, er wäre die kleinste Brauerei Frankens. Sie ist in jedem Fall die Kreativste. Gebraut wird im ehemaligen Schlachtraum des familiären Bauernhofs am Ortsrand von Schlüsselfeld. Seit zehn Jahren braut der Franke durchaus außergewöhnliche Biere, die er auch bei der Braukunst Live! München am kommenden Woche präsentieren wird.

Ein Besuch beim Stand der Braumanufaktur Hertl lohnt sich. Alleine schon wegen David Hertl. Ein lebensfroher Braumeister der gerne redet und vor allem eines kann: außergewöhnliche Biere anpreisen. Zuvor jedoch braut er sie. Mit teilweise verrückten und innovativen Ideen.

Bier aus Jägermeister-Fässern

Zusammen mit Sternekoch Alexander Herrmann und Jägermeister hat er zum Beispiel eine Kollaberation gestartet und das offiziell erste Jägermeisterbier der Welt auf den Markt gebracht. Das Bier wurde nach dem Brauprozess in Jägermeister-Fässer gefüllt. Dort bekommt er den Geschmack von des Kräuterlikörs verliehen. Probiert haben wir es bislang noch nicht. Werden wir aber dieses Jahr nachholen.

Die Gurken Gose

Auch Biere, die dem Reinheitsgebot nicht entsprechen, braut Hertl in seinem Bauernhof. Die Gurken Gose zum Beispiel. Mit Koriander und Gurken als Zutaten. 2018 konnten wir die verrückte Kreation probieren. 2019 durften wir probieren. Geschmeckt hat es uns nicht. Das war dann doch etwas „to much“ für unseren Gaumen.

Trüffel Ale – der Pilz im Bierglas

Ebenfalls völlig irre: das Trüffel Ale. Im Glas kommt einem sofort der intensive Trüffel-Geruch entgegen. Das Pilzaroma überrascht. Der Geschmack eine runde Sache. Wer Trüffel mag, sollte in jedem Fall auf der Braukunst Live zugreifen. Der Geschmack der Pilzknolle kommt mit einer leicht pfeffrigen Note. Muss man probiert haben.

Opa´s Liebling und Mama`s Sonnenschein

Bei klassischen Bieren ist Braumeister David Hertl zumindest im Hinblick auf die Ettiketten ebenfalls kreativ. Vor allem aber familiär. „Opa´s Liebling“ heißt das Kellerbier. Auf dem Ettikett ist Opa Franz zu sehen. Sein Helles hat er Mutti gewidmet. Das Weissbier dem Papa. Alle Klassiker schmecken ausgezeichnet.

Die Biere auf der Braukunst Live

Folgende Biere, aber auch Gin, stehen bei der Braukunst Live! München 2020 auf dem Plan: Mr. Gin Keller, Opas Liebling, Mutti´s Sonnenschein, Jägermeister-Bock, 6 Fäuste für ein Halleluja, Gurken Gose, Papa´s Weiheit, Trüffel Ale, Mohn Milk Stout, Hopfen Gintonic, Der Hopfen-Gin, Opa Gin, Whiskydoppelbock, Gurken Gintonic.

Die Homepage von David Hertls Braumanufaktur findet ihr hier: https://braumanufaktur-hertl.de/


Fotos (c) Braumanufaktur Hertl

BraufactuM – die Brauerei mit dem Anspruch auf eine ununterbrochene Kühlkette

Mit BraufactuM lernen Besucherinnen und Besucher der Braukunst Live eine Brauerei kennen, die bei Geschmack und Qualität keine Kompromisse eingeht. Wer zum Beispiel beim Edeka Simmel in Unterhaching nach den Craft Bieren sucht, wird nicht im gewöhnlichen Bierregal fündig. BraufactuM besteht auf eine ununterbrochene Kühlkette um maximalen Geschmack sicherzustellen. Deshalb steht sowohl im Simmel als auch in vielen anderen Läden stets ein BraufactuM-Kühlschrank.

BraufactuM ist in Frankfurt am Main beheimatet. Man sieht sich als Pionier im Bereich der Craft Biere. Die Radeberger-Tochter brachte vor zehn Jahren als erste Brauerei Craft Bier auf den deutschen Markt. Seitdem boomt der Markt und auch BraufactuM hat in dieser Zeit immer neue Biere herausgebracht.

Die Biere der Braukunst Live

Für die Braukunst Live sind folgende Biere geplant: Progusta, Arrique, Barrel 1, Indra, Colonia, Palor, The Brale, Soleya, Yakeros und ein Jubiläumsbier. Alles Biere mit einem besonderen Charakter. Wer BraufactuM kennenlernen möchte und den Stand besucht, wird auf freundliches Fachpersonal treffen. Die stolz auf ihre Biere und deren Vielfalt sind.

Unser Tipp: Soleya

Unser Tipp: beginnt mit dem Soleya, ein nach belgischem Stil kreiertes Farmhouse Ale. Immerhin 6,5 Prozent, jedoch äußerst erfrischend und leicht. Mit den Hopfensorten Engima und Magnum kommt das Soleya in goldgelber Farbe ins Glas. Vor allem das Aroma überzeugt. Ein süffiges Bier mit belgischer Inspiration.

Barrel 1 – Bier in Slyrs-Fässern gereift

In jedem Fall probieren solltet ihr das Barrel 1. Ein stärker eingebrautes Stock Ale, dass nach der Gärung vier Monate in Slyrs-Whisky-Fässern reift. Das elegante Whisky-Aroma und die leichte Süße des Malzes ist ein tolles Geschmackerlebnis.

im Rahmen unseres Biertickers am Freitag, werden wir natürlich auch Braufactum besuchen.

Die Homepage der Brauerei findet ihr hier: https://www.braufactum.de/

Hoppebräus Zapferei – Braukunst in bayrischer Idylle

Am kommenden Freitag dreht sich im MVG Museum München alles rund um das Thema Bier. Mit der Messe „Braukunst Live!“ haben Münchner Bierfans die Möglichkeit traditionelle als auch inspirative Biere zu probieren und mit Braumeistern ins Gespräch zu kommen. Mit dabei wird auch das Hoppebräu aus Waakirchen sein.

Craftbeer und tradtionelles Bier

Bekannt wurde das Hoppebräu durch ein interessantes Sortiment an bayrischem Craft Beer. Mit Namen wie Wuida Hund, Wuide Henna, Vogeluid, Wuidsau wurde Braumeister Markus Hoppe bekannt. Kreative Biersorten mit frischen und fruchtigen Noten und hohem Wiedererkennungswert. In der Zwischenzeit ist das Hoppebräu mehr als „nur“ Craft Beer. 2019 erichtete Braumeister Hoppe eine Schau-Brauerei mit Gasthof. Ein Familienbetrieb mit außergewöhnlichem Flair, modern eingerichtet und dennoch auf traditionell bayrische Art. Seitdem gibt es auch klassische Biersorten wie Weissbier und Helles.

Bayrisch-ländliche Idylle

Das Hoppebräu mitsamt Brauerei und Gaststätte findet man in Waakirchen zwischen Bad Tölz und Miesbach. Im Sommer erwartet die Gäste ein traumhafter Biergarten im bayrischen Oberland. Gemütlichkeit wird neben Gastfreundlichkeit großgeschrieben. Die Gäste sollen sich wohl fühlen. Mit den großen Touristen-Biergärten in München hat das Hoppebräu und seine sogenannte Zapferei wenig gemeinsam. Wer bei einem kühlen Hellen hier in der Sonne sitzt, soll vor allem eines: entspannen, gutes Bier und leckeres Essen genießen. Weit weg vom Alltagsstress in ländlicher Idylle.

Schaubrauerei und Wirtshaus

Gemütlich vor allem auch die Zapferei. Hier bekommt man an der Theke den „Wuida Hund“ mit seinen gemäßigten 4,5 Prozent Alkohol oder auch das „Fuchsteufelswuid“, das als Douple IPA mi 8,2 Prozent ins Glas kommt. Wer sich im gemütlichen Wirtshaus an den Tisch setzt, kann dabei auch einen Blick in die eigentliche Brauerei werfen. Denn kein Mauerwerk sondern Glas trennt die Gäste vom Heiligtum des Braumeisters. Hier wird gearbeitet und das Bier hergestellt. Auch Brauereiführungen sind möglich. Beim Essen legt die Zapferei Wert auf regionale und nachhaltige Produkte. Besonders zu empfehlen ist der Donnerstag. Dann gibt es geniale Burger, zu denen die kräftigen Craftbeere perfekt passen. Wer es eher traditionell bayrisch mag, kommt ebenfalls auf seine Kosten.

Besucher der Braukunst Live! sollten in jedem Fall beim Stand des Hoppebräus vorbeischauen. Wen das Bier im MVG Museum überzeugt, sollte im Sommer dann in jedem Fall einen Besuch in Waakirchen einplanen. Es lohnt sich.

Mehr Information

Homepage des Hoppebräu: https://www.hoppebraeu.de

Twitter: https://twitter.com/Hoppebraeu

Facebook: https://www.facebook.com/Hoppebraeu

Instagram: https://www.instagram.com/Hoppebraeu/

Braukunst Live! München 2020

Am 31.01 und am 01.02. findet im MVG-Museum München wieder die beliebte Braumesse „Braukunst Live!“ statt. Zahlreiche Brauereien präsentieren vom traditionelle und moderne Biere aller Art. Besucher kommen dabei voll auf ihre Kosten. Traditionelle Brauereien aus der Region, wie zum Beispiel die Ayinger Brauerei, die echte bayerische Bierkultur fördert und pflegt, findet man genauso wie außergewöhnliche Biere zum Beispiel von Crew Republic. Auch überregionale Braumeister präsentieren sich auf der Messe. Mit „Siera Nevada“ erwartet die Gäste mehrfach prämierte Biere von einer der größten Brauereien der USA. In unserem BierTicker Braukunst Live! werden wir euch bereits vor der Messe mit interessanten Informationen auf die Messe vorbereiten, stellen euch den einen oder anderen Aussteller schon im Vorfeld vor und machen euch das Biererlebnis Ende Januar schmackhaft. Am ersten Messetag berichten wir dann Live von unseren Erfahrungen und Entdeckungen.

Mehr Informationen zur Messe findet ihr auf der Homepage von BraukunstLive! unter https://www.braukunst-live-muenchen.de.